Mangelnde Chancenauswertung verlängert die Niederlagenserie
Nach der knappen Derbyniederlage vom Samstag nahm sich das Team fest vor, die
Emotionen und Aggressivität mitzunehmen und auch an einem Dienstagabend in
Schaffhausen dasselbe Auftreten zu zeigen.
Genau so verlief auch der Start in das Spiel. Im Angriff lief es etwas holprig, es kam
wenig Spielfluss auf und hier und da fehlte die Präzision in den Pässen. Doch die
Defensive konnte dies ausgleichen, von Beginn an körperbetont zwang man die
Schaffhausener ebenfalls zu Fehlern und zu schwierigen Würfen. So verliefen die
ersten 15 Minuten sehr ausgeglichen (7:7). Doch dann änderte ein Faktor den
Spielverlauf, Leon Bergmann. Der gegnerische Torhüter parierte Wurf um Wurf der
Steffisburger, hinzu kamen noch einige Würfe neben das Tor und so gelangen bis zur
Pause noch vier Treffer. Dies führte zu einem 16:11 Pausenstand für das Heimteam.
Wie so oft in den letzten Spielen gingen die Steffisburger also mit einem Rückstand
in die Halbzeitpause. Nun musste doch endlich der Knopf aufgehen und in Halbzeit
zwei eine Leistungssteigerung kommen. Die ersten paar Minuten sahen auch danach
aus, in der 37. Minute verkürzten die Gäste auf drei Tore (19:16) und kurze Zeit
später verhinderte eine, nett gesagt, unglückliche Schiedsrichterentscheidung die
Chance auf zwei Tore zu verkürzen. Als dann das Heimteam wieder auf vier Tore
davonzog, war das Spiel beinahe entschieden. Ab der 38. Minute konnten die
Steffisburger den Rückstand nicht mehr verringern, zu viele Fehlwürfe und
technische Fehler passierten, aus denen einfache Gegenstoss Tore der
Schaffhausener resultierten. Am Ende versuchten die Gäste noch alles, offensive
Abwehr, 7gegen6, doch nichts vermochte zu helfen. Der Rückstand wuchs auf acht
Tore an und das Spiel endete 36:28.
Nach nun fünf Niederlagen in Folge hat das Szenario Abstieg den TV Steffisburg
definitiv erreicht. Doch das Positive ist: Das Team hat alles in den eigenen Händen.
Es muss nun unbedingt ein Sieg her im nächsten Spiel. Kommt alle in die
Lachenhalle und unterstützt das Team beim letzten Heimspiel gegen die SG Fides
St. Gallen. Mit der Unterstützung vom Publikum und dem vollen Siegers- und
Kampfeswillen der Jungs wollen wir die zwei Punkte im Berner Oberland halten.
Hopp Stäffi!
Fürs "Eis": Jorden Lindner
Fotos: Tanja Rohrbach (Archiv)