Abwärtstrend hält an

Nach zwei Niederlagen in Folge konnte sich die Mannschaft zuletzt in Möhlin immerhin durch Kampf und Emotionen auszeichnen. Das Ziel war also klar, das Positive hieraus mitnehmen und gegen Gossau zusätzlich die handballerischen Feinheiten in den Griff zu bekommen. Nach langer Reise in die Ostschweiz war das Team auch sichtlich motiviert dies so umzusetzen.

Doch der Start verlief gleich anders als „geplant“. 3:0 lag man gleich nach gut zwei Minuten zurück und eine Parade von Fynn Hodler im Gegenstoss verhinderte gar den 4:0 Start für das Heimteam. Daraufhin fing sich das Steffisburger Team wieder, in der achten Minute konnte Janes Karlen wieder ausgleichen und das Spiel war wieder neu lanciert, dachte man zumindest. Denn durch weitere technische Fehler und einen zu zaghaften Angriff wurden die Steffisburger immer wieder von Gossau ausgekontert und überrannt. Hinzu kam, dass dem Gegner auch im Positionsangriff keine Parole geboten werden konnte. Aus einem 4:4 wurde innert sieben Minuten ein 11:7 Rückstand. Nach Time-Out von Sven Krainer und einem durchrotieren des Rückraums schien es wieder bergauf zu gehen, zumindest die Offensive funktionierte besser. So pendelte sich der Rückstand bei diesen vier Toren ein und bis zur Halbzeit trafen beide Teams nach Belieben (21:16).

In der Garderobe war klar, verloren ist das Spiel auf keinen Fall, doch eins muss besser werden: Rückzug und Zusammenhalt in der Abwehr. Davon war in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit jedoch nichts zu sehen. Zwar schienen die Steffisburger bemüht, eine positive Auswirkung auf das Resultat hatte dies jedoch nicht. Nach 40 Minuten wuchs der Rückstand auf sieben Tore an (27:20), in der 47. Minute gar auf neun (36:27). Die Abwehr fand gar keinen Zugriff auf den Gossauer Angriff. So kassierten die Steffisburger in der 53. Minute bereits das 40. Gegentor. Einige Paraden von Leo Ebner in der Schlussphase verhinderten ein noch grösseres Debakel und hielten die Gossauer am Schluss bei 43 Toren. Auch der eigene Angriff funktionierte in der Schlussphase wieder etwas besser und Nicolas Dähler traf sechs Sekunden vor Abpfiff zum 43:36 Endstand. Wir gratulieren Fortitudo Gossau zu einer starken Leistung und zu zwei Punkten.

Jetzt gilt es für die Steffisburger Mund abwischen und die Lehrstunde des Gegners nutzen. Denn am nächsten Wochenende steht das Derby an. Gegen die Stadtberner konnte das Hinspiel gewonnen werden, jedoch treffen wir mit dem Kantonsrivalen auf das formstärkste Team der Liga. Sechs Spiele in Folge haben die Berner nicht verloren, es gibt also keinen besseren Zeitpunkt für die Steffisburger ein Zeichen zu setzen und zurück auf die Siegerspur zu finden. Am Samstag, 11.04. um 17:00, endlich wieder zu Hause in der Lachenhalle. Kommt vorbei und unterstützt uns zahlreich.

Hopp Stäffi!

Fürs "Eis": Jorden Lindner
Fotos: Nils Kiener (Archiv)