Knapper Sieg nach durchwachsener Leistung
Eine Woche nach der Auswärtsniederlage in Genf stand das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Für die Steffisburger ging es zum Tabellennachbarn nach Birsfelden. Vor dem Spiel war klar, gegen die heimstarken Gegner wird es ein harter Kampf, jedoch hatte man aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen mit ihnen.
Der Start ins Spiel verlief wie gewohnt, temporeich ging es hin und her, keine der beiden Abwehrreihen fand den Zugriff und auch Paraden seitens der Torhüter waren eine Rarität. So fielen nach 10 Minuten bereits 14 Tore, acht davon fürs Heimteam, was einen zwei Tore Rückstand für die Gäste bedeutete (8:6). Kurz darauf erhöhte der gegnerische Torhüter auf 9:6, den höchsten Vorsprung des Spiels. Folgend taten sich beide Teams etwas schwer, das Spiel war geprägt von langen Angriffen, die oft erst bei Zeitspiel abgeschlossen wurden. Der Spielstand änderte sich dadurch nicht grossartig, nach 20 Minuten lag Birsfelden weiterhin knapp in Führung (13:11). Auch bis zur Pause löste sich der Knopf bei den Steffisburgern nicht, zwar stand die Abwehr stabiler, doch im Angriff konnte man daraus kein Kapital schlagen. Zu unkonzentriert wurde gespielt. Zu frühe Würfe bei leerem Tor und kein gutes Rückzugsverhalten führten dazu, dass die Chance erstmals in Führung zu gehen nicht genutzt werden konnte und zur Halbzeit weiterhin ein Tor mehr für Birsfelden auf der Anzeigetafel sichtbar war (17:16).
Die zweite Halbzeit war weiterhin eng umkämpft. Keines der beiden Teams brillierte mit viel Tempospiel. Der Fokus lag bei beiden Mannschaften auf Auslösehandlungen aus dem 1gegen1 der flinken Spieler. Einen Schönheitspreis hätten beide Teams nicht verdient. Dies bedeutete jedoch, dass beide Teams geduldig angriffen, bis sich eine gute Torchance ergab. So gab es zwar einen regelmässigen Führungswechsel, aber kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Es dauerte also 22 Minuten bis sich ein Team, die Steffisburger, erstmals einen zwei Tore Vorsprung erkämpfen konnte (28:30). Prompt kam das Time-Out vom Heimteam, welches auch Wirkung zeigte, den 40 Sekunden später glich Birsfelden wieder aus. Sieben Minuten vor Schluss traf Rauls Serafimovics erneut zur Steffisburger Führung (30:31) und wie so oft, bewahrten die Jungs in der Schlussphase den kühleren Kopf. Angeführt vom Duo Serafimovics und Danmeyer, konnten die Steffisburger in den letzten fünf Minuten fünf ihrer sechs Angriffe erfolgreich abschliessen und somit bis zum Abpfiff in Front bleiben (34:36).
Auch wenn es nicht die beste Saisonleistung war, haben sich die Jungs diesen Sieg verdient. Denn trotz einiger Schwierigkeiten im Angriff und einem ungewohnt langsamen Spiel nach vorne, fand das Team immer wieder eine Lösung zum Torerfolg und schlussendlich so zu zwei Punkten. Tabellarische Erleichterung gibt dieser Sieg jedoch nicht. Es bleibt weiterhin spannend im Abstiegskampf. Bereits nächste Woche lautet der Gegner SG Wädenswil/Horgen. Das Tabellenschlusslicht ist keinesfalls zu unterschätzen. Das Hinspiel ging deutlich verloren und in der Winterpause tätigten die Wädenswiler zwei Neuverpflichtungen aus der QHL. Hinzu kommt ein kurzfristiger Trainerwechsel, der einen Aufschwung mit sich bringen kann. Kommt also alle am nächsten Samstag um 19:00 Uhr in die Lachenhalle, unterstützt uns bei diesem wichtigen Spiel und holt mit uns den nächsten Sieg.
Hopp Stäffi!
Fürs "Eis": Jorden Lindner
Fotos: Tanja Rohrbach (Archiv)